
Der 23-jährige Liam Omore stand für Benin gegen Argentinien auf dem Platz. Der Konstanzer über den ganz besonderen Messi-Abschied, den er hautnah miterlebt hat.
Ein besonderer Abend für Liam Omore
Was für ein Abend für den Konstanzer Liam Omore! In Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens, wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Lionel Messi im Dress der Nationalmannschaft verabschiedet. Der argentinische Superstar erzielte bei seinem letzten Duell gegen Benin nicht nur einen Treffer, sondern legte die beiden anderen Treffer beim 3:0-Erfolg der Albiceleste auf. Einer, der die Messi-Show hautnah erleben durfte, ist Omore. Der Außenverteidiger der Würzburger Kickers bestritt sein drittes Länderspiel, stand über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. „Ich kann das selber alles noch gar nicht greifen“, erzählt der 23-Jährige, der vor vier Jahren noch für den SC Konstanz-Wollmatingen am Ball war.
Anderthalb Stunden vor dem Spiel „war das Stadion gefühlt schon komplett voll“, berichtet der Mann, der im Sommer mit den Würzburger Kickers über die Relegation den Aufstieg in die 3. Liga geschafft hat. „Man hat von Anfang an gemerkt, dass die ganze Stadt, das ganze Land einfach total fußballverrückt ist.“
Das Messi-Trikot bleibt bei den Argentiniern
Von einem „schwer zu begreifendem Gefühl“ spricht der Konstanzer wenige Stunden nach dem Abpfiff in der mit 85.000 Zuschauern ausverkauften Arena. „Das Spiel, die Fans, das ganze Drumherum, das war so eindrucksvoll“, sagt Omore, der leider kein Trikot von Messi ergattern konnte. Dafür hat der Konstanzer aber freilich Verständnis: „Das hat meines Wissens keiner von uns bekommen. Aber es ist ja auch klar, dass die Argentinier das behalten wollten, da es ja ein Sondertrikot war.“
Der Konstanzer sei dann noch auf Stürmer-Star Julian Alvarez zugegangen, der zu ihm meinte, dass er in der Kabine mit ihm tauschen würde. Dazu sei es anschließend aber leider nicht gekommen.
Viel Dankbarkeit für diese Erfahrung
Für den 23-Jährigen aber kein Problem, schließlich wird er den Abend dennoch in ausschließlich positiver Erinnerung behalten. „Ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit haben durfte, so ein Spiel spielen zu dürfen“, sagt Omore, der in den vergangenen beiden Qualifikations-Spielen von Benin für den Afrika-Cup nicht eingewechselt worden war. „Das war wirklich unglaublich, sich gegen diese Spieler messen zu dürfen. Man konnte sehen, wie anders der Fußball dann doch ist. Weil man jede Sekunde aufpassen musste.“
Zumal es für die Nationalspieler Benins neben der sportlichen Herausforderung gegen Weltklasse-Spieler ja auch eine neue Erfahrung war, in einem solchen Stadion zu spielen. „Im Spiel blendet man das ja schon ein bisschen aus, aber es gab immer wieder Momente, in denen die Fans lauter wurden, in denen es Messi-Gesänge gab. Das haben wir natürlich wahrgenommen. Man hat richtig gemerkt, dass es ein ganz besonderes Spiel für die Argentinier war.“
Für Liam Omore geht es nach der Länderspiel-Reise nun wieder zurück zu den Würzburger Kickers. Seine Teamkollegen werden ihn sicher ausfragen über dieses Erlebnis. Denn eines weiß der Konstanzer sicher, wie er sagt: „Beim letzten Spiel des Besten aller Zeiten dabei gewesen sein zu dürfen, war unglaublich.“
Quelle: SÜDKURIER.de · Autor: Julian Widmann
Originalartikel beim SÜDKURIER






