Verein: FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin

FIFA-Schiedsrichter Deniz Aytekin bei seinem Besuch in Konstanz Mitte Juni.

© Foto: SC Konstanz-Wollmatingen

 



FIFA-Schiedsrichter gibt U11-Mannschaften in Konstanz die Ehre

Vielen Besuchern kam der großgewachsene Mann im blauen Shirt bekannt vor, der während des Turniers auf der Tartanbahn Intervallläufe in unterschiedlicher Intensität absolvierte. Relativ schnell machte die Info dann auch die Runde im Bodenseestadion: Deniz Aytekin, seit 2004 DFB- und seit 2011 auch FIFA-Schiedsrichter, hatte sich unter die Besucher des U11-Kensington-Cups gemischt. Seine Anwesenheit resultierte aber nicht aus seiner Tätigkeit als Schiedsrichter, sondern hatte einen vielmehr ganz einfachen Grund. Wie viele andere Eltern feuerte er seinen Sohn und dessen Mannschaft, den TSV Altenberg (aus der Nähe von Fürth) beim Turnier an und zeigte dabei keinerlei Scheu, mit Autogrammjägern und interessierten Fußballfans ins Gespräch zu kommen.

 

Auch uns beantwortete er gerne ein paar Fragen und gab so ein klein bisschen Einblick in seinen Schiedsrichteralltag. So verriet er, dass er sich bereits in der Vorbereitungsphase für die neue Bundesligasaison befände und deshalb sein tägliches Fitnessprogramm ins Bodenseestadion gelegt habe. Wie wichtig die Fitness für ihn und seine Kollegen ist, zeigt sein folgender Vergleich: Als Schiedsrichter laufe er während eines 90minütigen Spiels in etwas 12 km, dies entspricht der Laufleistung eines Mittelfeldspielers. Eine Statistik, die man bei der Berichterstattung in den Medien nicht zu sehen bekommt, konzentriert sich dort doch meist alles auf die Spieler. Dennoch sei es für ihn gar nicht ungewöhnlich Autogramme zu geben. Dass Fans nach den Spielen auch auf die Schiedsrichter warteten, sei ganz normal. Generell lege er es jedem jungen Spieler nahe, selbst den Schiedsrichterschein zu machen. Er selbst habe die Prüfung mit 17 abgelegt. Die Frage, welche Partie der vergangenen Jahre er ganz besonders in Erinnerung habe, schien er anfangs nicht beantworten zu können. Schließlich nannte er aber das DFB-Pokal Finale von 2017, in dem Dortmund die Frankfurter Eintracht bezwang. Für uns Konstanzer ist mit Sicherheit auch seine Partie von 2011 zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Schalke 04 in Erinnerung. Deniz Aytekin brach das Spiel in der 89. Minute ab, nachdem sein Assistent, der Konstanzer Thorsten Schiffner, von einem Bierbecher im Kopfbereich getroffen worden war. Deniz Aytekin betonte zum Abschluss noch, wie schön er es in Konstanz fände und dass er hoffe, zu einem anderen Anlass erneut hierher zu kommen.

Das hoffen wir natürlich auch!

 

Vielen Dank für das Gespräch und noch viel Erfolg bei den nächsten 7 Jahren als Schiedsrichter! Dann nämlich erst erreicht Deniz Aytekin die Altersgrenze, bis zu der er als Schiedsrichter beim DFB aktiv sein darf!