Die Erste: Trainerwechsel

José Sendra-Mefford übernimmt mit sofortiger Wirkung das Traineramt.

© Foto: Schwarzwälder Fußballakademie

 



Neuer Trainer für Unsere Erste

José Sendra-Mefford übernimmt mit sofortiger Wirkung die Verantwortung der Ersten Mannschaft des SC Konstanz-Wollmatingen. Der 28-Jährige, der zuletzt die U21 der Grashoppers Zürich trainierte, wird am Mittwoch zur Mannschaft stoßen und bereits am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen die DJK Donaueschingen seinen Platz auf der Trainerbank einnehmen.


Uwe Walentin, Sportlicher Leiter des Fußball-Landesligisten SC Konstanz-Wollmatingen, spricht im Interview über die Entlassung von Mohamed Karaki und den neuen Trainer José Sendra-Mefford.

Hinter den Kulissen für den SC Konstanz-Wollmatingen am Ball: der Sportliche Leiter Uwe Walentin (links) und der Vorsitzende Helmut Heid. Bildarchiv: Karin Stei, Südkurier

 

Herr Walentin, am Dienstag wurde bekannt, dass Sie sich von Ihrem Trainer Mohamed Karaki getrennt haben. Wie kam es dazu?

Die sportliche Entwicklung haben wir uns nach der guten Vorbereitung natürlich ganz anders vorgestellt. Wir haben noch kein Spiel gewonnen, sind Tabellenletzter nach zehn Partien. Und auch die Spiele gegen direkte Konkurrenten wie Hilzingen und Obereschach wurden zuletzt verloren. Wir müssen der Mannschaft jetzt neue Impulse geben, damit sie den Anschluss nicht komplett verliert. Und ich glaube, dass wir den richtigen Mann dafür gefunden haben.

 

Wie sind Sie auf José Sendra-Mefford gekommen?

José ist ein alter Bekannter von mir. Er kommt aus dem Nachwuchsbereich und kann sehr gut mit jungen Spielern umgehen. Ich hoffe und glaube, dass er den richtigen Draht zu unseren Spielern haben wird, da wir auch viele Junge in unserer Mannschaft haben. Er ist der richtige Mann für uns.

 

Und dies war bei Mohamed Karaki nicht mehr der Fall?

Mohamed Karaki hat alles gegeben für die Mannschaft, für den Club, hat alles reingelegt, was er konnte. Das muss ich erst mal klarstellen. Doch man hat auch der Mannschaft zuletzt die Hilflosigkeit derart angemerkt, dass es Zeit wurde zu handeln. Vielleicht müssen vor allem die jungen Spieler anders angesprochen werden, um den Druck von ihnen zu nehmen in dieser schwierigen Situation.

 

Und das trauen Sie einem 28-Jährigen zu, der aus dem Nachwuchsbereich kommt und für den die Landesliga völliges Neuland ist?

 

Klares Ja. Ich bin überzeugt, dass er das schaffen kann. José hat in Spanien hoch in der Jugend und später bei den Aktiven gespielt. Er hat die Kompetenz und das Fachwissen, um die schwierige Aufgabe beim SC Konstanz-Wollmatingen zu lösen.

 

Wie verlief die Trennung von Mohamed Karaki: harmonisch oder von Misstönen geprägt?

Eine Trennung von einem Trainer ist immer mit Misstönen verbunden. Mohamed Karaki ist ein Kämpfer und hätte gerne weiter gekämpft, hätte gerne weiter unser Vertrauen gehabt. Das hat man ihm angemerkt bei der Trennung. Doch es war höchste Zeit, den Reset-Knopf zu drücken. Noch ist nichts verloren.

 

Gerüchten zufolge war die Mannschaft nicht informiert über die Trennung. Wurde sie nicht in die Entscheidung mit einbezogen?

Das ist kein Wunschkonzert. Die Spieler müssen sich auf den Fußball konzentrieren, unsere Aufgabe, die der sportlichen Leitung, ist es, für die nötigen Rahmenbedingungen zu sorgen. Und das haben wir getan.

 

Glauben Sie, dass die Mannschaft das Potenzial hat, um das Ruder noch herumzureißen?

Wir müssen jetzt natürlich die Saisonziele neu stecken. Unser Anspruch müsste es eigentlich sein, in der Landesliga oben mitzuspielen. Stattdessen ist jetzt der Klassenerhalt im Visier. Die Qualität, da unten herauszukommen, ist aber zweifelsohne da. Und wir müssen das einfach schaffen. Ein Abstieg in die Bezirksliga darf nicht passieren. Dafür sind die Mannschaft und das Umfeld des SC Konstanz-Wollmatingen zu gut.

 

Fragen: Markus Waibel, Südkurier