Derbytime

 

Spannend sind die Lokalkämpfe zwischen der SG Dettingen-Dingelsdorf (rechts Marco Haug) und unserer Ersten (links Sven Bode) zumeist.

Foto: © Peter Pisa

 



SC Konstanz-Wollmatingen ist zu Gast bei der SG Dettingen-Dingelsdorf. Nachbarschaftsduell mit unterschiedlichen Vorzeichen.

 

Konstanz will im Fernduell mit Neustadt seine gute Ausgangslage behaupten, die SG aus der „Vorstadt“ braucht dringend Punkte gegen den Abstieg. „Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein“, betont folgerichtig auch der neue Trainer der SG Dettingen-Dingelsdorf, Ronny Warnick, der bei seinem ersten Heimspiel gleich ein Derby miterleben darf. „Das ist natürlich ein besonderes Spiel, vor allem für diejenigen, die schon beim SC gespielt haben“, weiß Warnick um den Reiz dieser Begegnung. Er macht sich aber über die Motivation unabhängig von dem Lokalkampf keine Sorgen: „Motivationsprobleme wird es da sicher keine geben. Doch das dürfte bei unserer Lage ja für alle Spiele gelten, denn alle wissen, um was es jetzt geht.“

 

Den Gast stuft Warnick zwar als Titelanwärter und Aufsteiger Nummer eins ein, doch für das große Ziel sollte der Nachbar nicht die Punkte vom Samstag einplanen: „Ich gehe davon aus, dass es der SC diesmal direkt schafft, ohne Aufstiegsrunde. Und wir gönnen es ihm. Aber ohne die Derbypunkte, denn die brauchen wir selber.“ Warnick hat natürlich auch registriert, dass der Nachbar gut ins Restprogramm gestartet ist und in der Winterpause personell noch ein wenig nachlegen konnte.

Auch hier klafft die Schere auseinander. Denn die SG hatte eher Abgänge zu verkraften und das erste Spiel nach der Winterpause lief mit dem 0:0 beim Hegauer FV auch nicht optimal. „Als Trainer bin ich mit dem Spiel zufrieden, als Zuschauer wäre ich es wohl nicht gewesen. Für uns war zunächst wichtig, dass wir hinten stabil stehen und das ist uns gelungen, denn wir haben nur zwei Chancen gegen den Hegauer FV zugelassen. In unserer Lage darf man keinen Hau-Ruck-Fußball erwarten“, blickt der SG-Coach auf sein Debüt zurück. Personell sieht es nicht gerade rosig aus, doch damit will sich Warnick nicht groß beschäftigen, denn entscheidend sind nicht die Spieler, die nicht eingesetzt werden können, sondern diejenigen, die auflaufen werden.

 

Beim SC, der mit einem 4:2-Sieg beim VfR Stockach gestartet ist, bildet das Derby den Auftakt in die „Wochen der Wahrheit“. Denn danach hat man es im Heimspiel gegen den FC Löffingen und beim Gastspiel im Villinger Friedengrund mit zwei direkten Verfolgern zu tun. Da der FC Neustadt mit einem Spiel im Rückstand ist, wäre es wichtig, mit weiteren Erfolgen den Druck auf die Hochschwarzwälder hoch zu halten. (Quelle: Südkurier)



Historie (seit 2012):